Funde in der Fürfelder Gemarkung |
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Die Seekuh
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Vor etwa 47 Millionen Jahren begann sich durch großräumige Einsenkungen das Manizer Becken zu bilden, das sich vor etwa 37 Millionen Jahren mit Meerwasser füllte, da sich der Vorläufer unseres Mittelmeers nach Norden ausdehnte. Dieses sogenannte "Rupeltonmeer", in dessen Küstenregion die Gemarkung Fürfeld liegt, verwandelte sich allmählich in das sog. "Hydrobien-Meer", die Wattschnecken-See. In den ufernahen Tangwäldern dieses Gewässers weidete die walzenförmige Seekuh. |
Schädel eines Halitherium Schinzii |
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Steinzeitbeil
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Der älteste Beleg für die Anwesenheit des Menschen in der Fürfelder Gemarkung ist ein Fund aus dem Jahr 1901. Es handelt sich um ein "spitznackiges Felsgesteinsbeil" aus der Jungsteinzeit, welches in dem Fürfelder Gewann "In der Teilung" (=Deutling) gefunden wurde. Das Beil wird im Museum im Andreasstift zu Worms aufbewahrt. |
Spitznackiges Felsgesteinsbeil |
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Jungsteinzeit
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Aus dieser Zeit stammen Funde, die der Epoche der Bandkeramik zugeordnet werden. Es handelt sich ausschließlich um Fragmente, Scherben, die stets am südöstlichen Fürfelder Ortsrand entdeckt wurden und deren Sicherstellung in der Regel dem Heimatforscher und Ehrenbürger Kurt Mill verdankt wird. Die Funde weisen auf eine bandkeramische Siedlung hin. |
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Die Kelten in Fürfeld
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Der späten La Tène-Zeit ist eine Bevölkerung zuzuordnen, die in ihrer eigenen Sprache "Kelten", in der römischen aber "Gallier" genannt wurde. Das schönste vorgeschichtliche Fundstück aus Fürfeld ist zweifellos ein Halsbecher aus dieser Zeit. |
Mitte scheibengedrehter Halsbecher (Spät-Latene) |
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Fränkische Funde
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Im Januar 1913 wurde aus Fürfeld gemeldet: |
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Der "Jahresbericht der Denkmalpflege im Großherzogtum Hessen" ergänzt: |
Schwert und Schildbuckel Die Zuordnung des Messers ist fraglich. |
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Merowingischer Reihenfriedhof ?
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"Nicht ganz übersichtlich" sind die Zusammenhänge eines als "merowingischer Reihenfriedhof" gedeuteten Fundes, bei dem 1952 auf dem Anwesen Franz Knickwandtöpfe zutage traten, jedoch nicht in Begleitung von Skelettresten. Ob Fürfeld als Gemarkung mit Reihengrab zu gelten hat, muss bis auf weiteres offen bleiben. |
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