Es ist naheliegend anzunehmen, dass Iben als Niederlassung des Ordens der Tempelritter nach der Mitte des 12. Jahrhunderts, vielleicht nach dem 2. Kreuzzug in den fünfziger Jahren gegründet worden ist.
Der für den Bau im 13. Jahrhundert verwendete Sandstein, stammt vom Mühlberg jenseits des Appelbachtals. Um 1870 wurden dort bei Rodungsarbeiten Steingruben entdeckt, in denen sich verworfene Werkstücke fanden.
Das romaische Langhaus wurde in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts von dem damaligen Bügergermeister Brunck als Steinbruch genutzt. Man darf deshalb vermuten, dass beim Bau der heute sog. "alten Schule" (fertigestellt 1832) und des Rathauses (Fertigstellung 1840) das sakrale Steinmaterial aus Hof Iben Verwendung gefunden hat.
Heute ist, außer der Kapelle, nur noch ein aus dem 15. Jahrhundert stammender Mauerzug der mehrflügeligen Wasserburg als Südseite der Wirtschaftsgebäude erhalten. Die Lage des Burggrabens ist im Gelände an einigen Stellen noch sichtbar.
Die Kapelle steht auf Privatbesitz. Sie untersteht aber seit 1949 der staatlichen Schlösserverwaltung (heute Generaldirektion kulturelles Erbe - Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer).
Man kann die Kapelle täglich, auch sonntags, besichtigen.
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